Lautsprecher:

Grundsätzlich kann man sagen, was die Quelle liefert, kann ein Verstärker ohne Probleme und unverändert an einen Lautsprecher weiterreichen. Der Frequenzverlauf ist linear, die Verzerrungen liegen tief und der Phasenverlauf ist auch linear. Ganz anders ist es bei Schallwandlern. Ein linearer Frequenzverlauf, so genau wie ihn Quellgeräte und Verstärker einhalten ist kaum realisierbar. Abweichungen von mehr als +/- 2dB vom Mittelwert muss man meistens hinnehmen. Tiefe Verzerrungen unter einem Prozent auch bei hohen Lautstärken und über den ganzen Frequenzverlauf sind selten realisierbar. Die zeitkohärente Abstrahlung von hohen und tiefen Frequenzen ist kaum oder nur mit bedeutenden Nebeneffekten realisierbar. Weitere Faktoren wie die Interaktion des Lautsprechers mit dem Raum (Rundstrahlverhalten, Frequenzverlauf im Bassbereich) erschweren die Konstruktion eines idealen Lautsprechers. Man muss nicht nur die elektrische Seite der Signalverarbeitung in den beherrschen, man begegnet zahlreichen mechanischen Problemen (Membranresonanzen, thermische Stabilität, etc.). Beim Versuch alle diese Probleme in den Griff zu kriegen, entstehen viele Zielkonflikte, welche gezielt auf die gewünschten Eigenschaften hin zu optimieren sind. Es gibt kein Lautsprecher der alles am besten kann. 

Damit ist der Lautsprecher der massgebliche Faktor für den Klang des gesamten Wiedergabesystems. Die schwierige Optimierung aller Zielkonflikte beim Lautsprecherbau ist mit ein Grund, weshalb so viele verschiedene Hersteller um die Gunst von Käufern buhlen und häufig auch ihren Absatz finden. Nicht nur für einen unerfahrenen Neueinsteiger kann eine Orientierung im Bereich der Musikwiedergabe schwierig sein. Hört man sich die Werdegang von erfahrenen „High-Endern“ an, so staunt man oft über die Anzahl bereits verwendeter Lautsprecher, Quellgeräte, Verstärker und manchmal sogar der unterschiedlichsten verwendeten Kabel (Strom, Lautsprecher, Kleinsignal). Natürlich findet dabei, zumindest subjektiv, meist ein kontinuierliches Upgrade statt. Eine ganzheitlichere Vorgehensweise verspricht jedoch die bessren Resultate.

 

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